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Interview und Vorhersage einer Schlagzeile in der Leipziger Volkszeitung… geglückt!
In der Woche vom 26.08. bis zum 03.09. wurde ich von der Reporterin Anne-Sophie Kretschmer für die LVZ interviewt. Unter anderem habe ich dort angekündigt, eine Schlagzeile der kommenden Montagsausgabe der Zeitung vorauszusagen. Hierzu habe ich einen Code entwickelt, welcher vorher für alle lesbar in der Zeitung veröffentlicht wurde. Um den Code zu übersetzen, habe ich einen Schlüssel zusammengestellt, welcher jeder im Code enthaltenen Ziffer einen Buchstaben zuweist. Dieser Schlüssel wurde der Reporterin sicher verpackt mitgegeben. Am Monatg den 02.09. dann wurde der Schlüssel von der Journalistin auf den Code angewendet.
Die Zahlen  “4, 17, 23, 2, 41, 12, 18, 5, 34, 9, 27, 30, 45, 13, 7″ wurden so zu den Worten “Babys gesund in SA” übersetzt.

Und tatsächlich findet sich auf der Montagsausgabe der Zeitschrift die erfreuliche Schlagzeile “Säuglingssterblichkeit in Sachsen am geringsten”!

Allerdings ist das nur ein kurzes mentales Stretching gewesen- als Vorbereitung, zu einer spektakulären Vorhersage: Der Ergebnisse der Bundestagswahlen 2013.

Die Vorhersage wird am Montag den 23.09.2013 im DUNKELRESTAURANT LEIPZIG enthüllt!

Hier finden Sie beide Originaltexte:
LVZ, 31.08.2013
Er kennt die Gedanken der Leipziger
Nico Haupt verdient sein Geld als Mentalist — und sieht in der Zauberei eine hochwertige Kunst. Wenn wöchentlich Millionen von Zuschauern ob der Erscheinung Patrick Janes in der Serie ,.The Mentalist“ aufjauchzen, dann wohl zumeist wegen seiner wunderschönen Hundeaugen. Einen Mentalisten wie ihn, das denken viele, kann es schließlich so im realen Leben gar nicht geben. Da muss der Leipziger Nico Haupt nur lachen: Was für den Australier Simon Baker nämlich lediglich die Rolle seines Lebens ist, ist für ihn Alltag. Nico Haupt ist Mentalist — und das mit Leidenschaft.
1978 wird Haupt in Sangerhausen geboren und begeistert sich schon früh für die Kunst der Magie. Mit acht Jahren bekommt er seinen ersten Zauberkasten geschenkt und ist brüskiert, als er bemerkt, dass es mehr als nur eines Zauberstabes sowie eines Abrakadabra bedarf, um das nachzumnachen, was er in Sendungen wie “Ein Kessel Buntes“ mit großen Kinderaugen so sehr bewundert. Spätestens mit der Pubertät jedoch kommt es zum Bruch mit seinem Hobby. Plötzlich sind andere Dinge wichtig.
Erst als Zivildienstleistender entdeckt er die alte Leidenschaft früher Kindheitstage erneut für sich; in einer Bibliothek Mannheims. Die, so sagt der blonde Magier, ,,war der einzig interessante Ort in dieser Zeit“. Ein Zauberbuch rettet ihn aus der Tristesse der Quadratestadt und zwingt ihn förmlich dazu, sich endlich wieder mit der Magie auseinanderzusetzen. Danach verdingt er sich nebenbei als Zauberkünstler, bis er sich vor fünf Jahren endlich dazu entscheidet, hauptberuflich als Mentalist zu arbeiten. Mentalismus beschreibt Haupt, der sich nicht ohne Überzeugung von seinem Können mit merklich großem Stolz als Gedankenleser, Redekünstler und Magier bczeichnet, als ein ,,Geheimwissen aus Zauberkunst und Strategien der Psychologie, die miteinander kombiniert einen Eindruck von Magie vermitteln“.
Auf der Bühne präsentiert er demnach die perfekte Täuschung und tritt damit mittlerweile erfolgreich vor einem gehobenerem Publikum auf, das sich nur allzu gern mitreißen lässt, wenn er während seiner Shows versucht, die Gesetze der Logik auszuhebeln. Auf billige Tricks kann er dabei getrost verzichten; “Münzen ziehe ich nur noch meiner Tochter aus dem Ohr“. Die ist jetzt zwei Jahre alt und freut sich über die kleinen Spielereien des Vaters am Tage. Am Abend hingegen legt Haupt Wert auf erwachsenen Stil, inspiriert von den amerikanischen Mentalisten der 2Oer und 3Oer Jahre, die zu dieser Zeit in Hotel-Lounges auftraten. Seine vielfältigen Konzepte und weitreichenden Projekte — darunter die Shows ,,Brain Games“ oder auch ,,Magie à la carte“- spielen geschickt mit der Wahrnehmung der anwesenden Zuschauer und sollen deren Gehirn stimulieren, um es in andere, zuweilen ungewohnte Richtungen denken zu lassen, ohne dabei auf alte Klischees zurückgreifen zu müssen.
Das gerade grenzt ihn, der die Vorurteile hinsichtlich seines Berufes versteht und mitunter ebenso teilt, seiner Meinung nach von vielen Kollegen ab: der Anspruch auf ,,ehrliche, qualitative Kunst“. Nico Haupt sieht sich als Unterhalter, Künstler sogar und vermeidet es unter anderem nicht ohne Grund, beispielsweise als Live-Coach wie viele andere Größen der Szene gehandelt zu werden. “Was man da zu hören bekommt, sind halbseidene, neoliberale Strategien.“ Und die seien weder ästhetisch noch künstlerisch.
Er dagegen will genau das — seine Tricks durch Psychologie-Kenntnisse und überzeugendes Schauspiel zu einem aparten Erlebnis für die Sinne werden lassen, das nachhaltig wirkt, selbst wenn es zunächst erschüttern mag.
Denn lernen kann man dennoch etwas von ihm. Dass zum Beispiel nichts ist, wie es scheint. Wie sehr Kornmunikation das Leben bestimmt und dass man wieder lernen kann, Dinge einfach geschehen zu lassen. Das, so Haupt, sei vielen abhanden gekomrnen. Deswegen sei es auch nicht gerade leichte Kost, die den lnteressierten erwartet. ,,Brain Games” eben.
Was nach abgekartetem Profi klingt, ist aber noch längst nicht fertig in seiner Entwicklung. Zu ambitioniert ist Haupt, zu sehr will er sich selbst beweisen, was er kann. Ins Fernsehen zieht es ihn. Mit seiner neuen Idee ,,Street Mentalism“ zeichnet er dafür erste Sequenzen auf und überrascht nichtsahnende Passanten mit kleineren magischen Stunts. Für frischen Wind möchte er damit sorgen und zeigen, dass er kein “nerdiger Fachidiot“ ist.

Ein bekannter Mentalist soll also aus ihm werden. Einer, der Fachbücher schreibt und seinen Kollegen später auf Konferenzen vom eigenen, spannenden Leben erzählt. Ob das klappt – und das weiß Haupt natürlich selbst -, wird allerdings nicht die Kristallkugel zeigen, sondern wie immer die schnöde Zukunft.

LVZ, 03.01.2013

Und jetzt noch bitte die Lottozahlen
Mentalist Nico Haupt sagt LVZ-Schlagzeile sinngemäß korrekt voraus
Konzentriert saßen gestern Studenten und Büchernarren in den Lesesälen der Deutschen Nationalbibliothek, um aus geballter Literatur ihr Wissen zu ziehen. Im Foyer allerdings will im selben Moment Nico Haupt heweisen, dass manche Dinge nicht erst auf Papier gebannt werden müssen, um als Tatsache zu gelten. Denn er, der Mentalist Leipzigs, hat sie längst im Kopf. Beim am vorhergangenen Montag geführten Interview hatte er den Code einer Zeitungsvorhersage mitgebracht:
Haupt behauptete, einen Schlagzeileninhalt für die Samstags-LVZ vorhersagen zu können (Wir berichteten). Dazu händigte er uns den Schlüssel aus, der das Zahlengewirr zu einer Überschrift werden lassen soll: Ein einfaches Blatt Papier, das den Zahlen von 1 bis 50 verschiedene Buchstaben zuordnet. Das lag bis zum gestrigen Tag, fest verschlossen in versiegelter Tabakdose und von zig Briefumschlagen umhüllt, vertrauensvoll in meiner Wohnung; nach einer Woche kommt es endlich zum Einsatz.
Die den Zahlen zugehörigen Buchstaben sind schnell gefunden, der Code ergibt “Babys gesund in SA“. Auch die Suche nach den passenden Zeilen endet zügig, verrät bereits die LVZ-Titelseite: “Säuglingssterblichkeit in Sachsen am geringsten“. Das Gesicht Haupts strahlt, doch auf den fragenden Blick entgegnet er nur spitzbübisch: ,,Mein Geheimnis verrate ich nicht!“
Man muss es ihm also wohl einfach glauben, die Sache mit seinem Talent und den überragenden, mentalen Fähigkeiten. Oder die Chance nutzen, sich nochmals live überzeugen zu lassen. Schlagzeilen sind immerhin nicht alles, was Haupt prophezeien kann. Sein nächster spannender Coup soll die Vorhersage des Ausgangs der bevorstehenden Bundestagswahlen sein, die große Auflösung all dessen findet im Dunkelrestaurant ,,Mondschein“ statt.
In einem ist er sich bereits jetzt sicher; während alle noch über das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück reden, weiß er heute schon, wer von beiden später das Sagen haben wird. Wenn er exakte Wahlergebniszahlen vorweisen kann, kümmern wir uns intensiv um das Thema Lottozahlen.